Seit dem 11.05. ist die kleine Kessy unsere neue Mitbewohnerin. Kessy ist heute 25 Jahre alt und hat die letzten acht Jahre wohlbehütet mit einer älteren Westfalen Stute bei lieben Menschen am Haus gewohnt.
Leider verstarb ihre Freundin, die Besitzer sind auch in die Jahre gekommen und so suchten sie für Kessy eine Bleibe, wo sie wieder Pferdegesellschaft haben konnte.
Nachdem sich über Monate hinweg kein Platz für sie fand und die Besitzer dann auch noch krank wurden entschlossen wir uns , das Stütchen bei uns aufzunehmen.
Als Dame im fortgeschrittenen Alter bringt Kessy natürlich auch einige Handicaps mit. So hat sie zum Beispiel keine Backenzähne mehr und kann weder Heu kauen, noch Gras richtig fressen. Damit ist sie das vierte Pferd hier, welches mit Brei ernährt wird :-)
Kessy hat sich hier gleich unseren älteren Herren angeschlossen und wir überlegen jetzt in Ruhe, wie ihre Zukunft aussehen könnte...
im April warten Pferde und Menschen bei uns ungeduldig auf den Beginn der Weidesaison. Hier ein Beispiel, wie sich "unsere Jungens" mental intensiv auf den Auftrieb vorbereiten :-)
Anoki und Montgomery
Lassiter
Liebe Leser,
am 30.April kamen unsere "Opa-Teddy-Pferde" als Einstaller zu uns zurück. Vielleicht erinnert sich jemand an die beiden Kerlchen. Die beiden waren bis Juni 2010 unsere Gäste und nachdem das kutschieren hier für Opa Teddy einfach zu gefährlich war, stellte er die Jungs bei seinem Fahrlehrer in Viersen- Dülken ein, um dort sein Hobby genießen zu können.
Ivan im Mai 2010 vor seinem Umzug nach Viersen
Leon im Mai 2010 vor seinem Umzug nach Viersen
Mitte April diesen Jahres bat Opa Teddy uns, wir mögen doch seine beiden Ponys dort wieder abholen und sie bei uns aufzunehmen, am 30. April fuhren wir also nach Viersen und trafen nach einem Jahr auf "unsere Jungs"
Ivan nach einem Jahr Viersen
Leon nach einem Jahr Viersen
Opa Teddy zahlte in diesem Stall Vollpension 300 Euro im Monat. Hinzu kamen 100 Euro für das Kutschieren in den Sommermonaten und das Versorgen und Putzen in den Wintermonaten. Er verließ sich darauf, dass seine Pferde dort in den besten Händen waren.
Vielleicht glaubte er, dass das FN- Schild am Tor eine Garantie für Fachwissen sei. Vielleicht vertraute er darauf, dass seine Ponys in einem Stall, wo man Fahrlehrgänge gibt und wo Prüfer das Fahrabzeichen abnehmen gut versorgt würden.
Er sprach immer in den höchsten Tönen von den "ganz feinen Leuten".
Als meine Tochter und ich die Ponys dort abholten erklärte uns die nach eigenen Angaben "ausgebildete Pferdetrainerin" dass die zwei ganz normal aussähen, schließlich würden Pferde im Fellwechsel immer "etwas abnehmen"....
Als meine Tochter mit ihr fertig war, wurde sie des Hofes verwiesen ;-)
Der bei uns sofort gerufene Tierarzt diagnostizierte deutliche Unterernähung und einen äußerst schlechten Pflegezustand. Der Hufschmied bemerkte, dass diese Hufe samt Eisen in diesem Jahr noch keinen Schmied gesehen hätten.......
Am 30.März konnten wir zwei zuckersüße Shettymädchen übernehmen, welche das Vet.-Amt Koblenz aus schlechter Haltung beschlagnahmen konnte. Die beiden Damen litten unter akuter Hufrehe und konnten auf ihren Schnabelschuhen kaum laufen.
Mia
Bella
Beide Mädchen sind zwischen 10 und 12 Jahre alt. Ihre Charakter sind so unterschiedlich wie es nur sein kann :-)
Die kleine Mia ist mit 94 cm ein richtiges Mini. Doch so klein sie auch scheinen mag so groß ist ihr Kämpferherz. Mia ist uns Menschen gegenüber ehr misstrauisch, bei Pferden jedoch überhaupt nicht. In der Gruppe setzt sie ihre Ansprüche äußerst schlagkräftig und nachhaltig durch. Sie lässt sich nie die Butter vom Brot nehmen und freut sich über jeden den sie kennen lernen darf.
Zur Fütterungszeit quasselt sie munter drauf los und zwar so lange, bis sie den Mund voll hat :-)
Bella ist genau das Gegenteil. Uns Menschen gegenüber ist sie freundlich und aufgeschlossen, sie lässt sich gerne putzen und betüddeln.
In der Gruppe hält sie sich grundsätzlich im Hintergrund, ja, geht anderen Pferden sogar aus dem Weg und möchte auch gerne in ihrer eigenen Box wohnen. Sie litt geradezu unter der Tatsache, das sie wohl mit Mia ihr Leben und ihre Wohnstatt teilen musste. In eine Ponygruppe eingefügt wendete sie sich nach einigen Tagen vollkommen von Mia ab und schloss sich einem schüchternen Wallach an.
Bella ist 106 cm groß
M a j a
Liebe Kinder, liebe Eltern!
Leider ist unsere Maja jetzt so alt geworden, dass sie ab sofort nicht mehr beim Ponyreiten mitmachen darf!
Maja hatte am 07. März einen epileptischen Anfall.
Dies passiert alten Pferden manchmal, aber diese Anfälle können immer wieder auftreten. Dabei kann die kleine Maja böse hinfallen und das ist für sie und die Kinder dann einfach zu gefährlich.
Maja würde sich aber trotzdem sehr freuen, wenn ihr sie noch besucht und sie streicheln und putzen wollt. Dann weiß die Maja, dass ihr sie nicht vergessen und sie immer noch lieb habt.
Ende Dezember und im Januar mussten drei Pferde aus der Vermittlung ihr zu Hause leider wieder räumen und kamen zu uns zurück:
Unsere Evi war vermittelt,
leider wurde den neuen Menschen erst nach Evis Umzug
bewußt wie "krank" krank sein kann
und so musste Evi halt wieder gehen.
Dunja
Etwas über zwei Jahre dauerte das Versprechen "auf immer und ewig" für Dunja. Sie ging als munteres Mädel in ihr neues zu Hause und kam als Rehepferd zurück. Leider hatte man auch die nötige Nachimpfung versäumt.
Das macht manchmal recht traurig....
Dina
Die schöne Dina hatte einen vorläufigen Arbeitsplatz als Gesellschaftsdame bei einer netten Stute gefunden. Leider verstarb die Stute nach kurzer Zeit und so kam Dina wieder zurück.
Sie allerdings hat hier ihren Menschen gefunden der sie unterstützt und zu ihr steht, bitte schauen Sie unter "Sich einbringen" "von Tanten und Onkeln" :-))))
Liebe Tierfreunde!
Durch Ihre Sachspenden konnte im Januar ein Erlös von 89,55 Euro bei E-bay erzielt werden.
Rasputin sagt herzlich DANKE! ( Siehe auch bei "sich einbringen" "von Tanten und Onkeln "
Es wird Zeit an den Winter zu denken und die ersten Ladungen Heu werden angeliefert:
Dieses Jahr konnten wir endlich ein preisgünstiges Förderband erwerben, womit die Einlagerung locker zu bewältigen ist. Darüber freuen wir uns ganz besonders!
Und nicht nur wir, die Kids sind ganz aus dem Häuschen, haben sie doch jetzt einen Weg gefunden um in verbotene Zonen zu gelangen :-))))))
Was wird wohl die Berufsgenossenschaft dazu sagen???
Heute wurde unser Ludwig nach einer sehr kurzen aber heftigen Erkrankung von unserem Tierarzt eingeschläfert. Ludwig wurde über dreißig Jahre alt und seine letzten zwei Lebensjahre verbrachte er bei uns.
Wir wurden angerufen, ob wir drei Ponys kaufen wollten. Es ging um eine "super gerittene" Stute, eine schwangere Shettystute und um ihren einjährigen Sohn.
Wie üblich fuhren wir mit Hänger, Geld und gemischten Gefühlen los und wie üblich erwartete uns ein erbärmlicher Anblick:
Sonador
Die 16-jährige Stute ist bis auf die Knochen abgemagert. Sie hat leider zahlreiche Schimmelknoten. Wir gaben ihr den Namen Sonador.
Die kleine Bonita ist drei Jahre alt und bereits zum zweiten Mal schwanger. Sie führt ihren einjährigen Sohn noch bei Fuß!
Wenn man nun nachrechnet wurde die Kleine bereits als Pferdekind im Alter von einem Jahr gedeckt!
Bonitas Sohn Lanzelot ist nun ein Jahr alt und scheint im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht viel von der Welt gesehen zu haben.....
...er hat weiche Sehnen und eine Fehlstellung der Hinterhand.
Der TA führt das auf eine reine Boxenhaltung zurück! Genau wie seine Mutter ist er stark unterernährt und total verwurumt.
Nun denn, die drei sind jetzt erst einmal da raus und mit ein wenig Glück werden auch sie ganz wunderhübsche Pferdchen werden ;-)
Zwei Haflingerkinder aus Stutenmilchfarm werden unsere Gäste. Ihre Rettung wurde ermöglicht durch den Verein http://www.komet-network.de, der es schaffte, innerhalb kürzester Zeit ganz viele liebe Spender zu mobilisieren, was den Freikauf der beiden Stöpselchen ermöglichte!
Links im Bild das kleine Mädel sie ist jetzt sieben Monate alt und rechts das Bubele der gerade mal vier Monate alt ist.
Natürlich werden beide von uns hier herzlich begrüßt. Hier muß Flori bei dem kleinen "Anoki" noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten :-))))
Die Sanierung und der Wiederaufbau des Ponystalls und des Misthaufens
Als erstes stehen die Sanierung des Misthaufens und des daneben stehenden "Schweinestalls" an.
Im Schweinestall wohnten zuletzt arme Hunde neben Tauben; hier gab es jede Menge Ratten- und Taubenkot, es wurde seit Jahren nichts gereinigt- unglaublich, wie die Tiere gehalten wurden :-(
Es galt die ganzen Innenausbauten rauszureiten und zu entsorgen, was innerhalb von einer Woche erledigt war.
Nachdem der Schweinestall einen Winter als provisorischer Ponystall gedient hatte, erledigte Kyrill den Rest :-)
Wir mussten nur noch aufräumen ;-)
Wir bauten daraufhin im Frühjahr 2008 an der gleichen Stelle einen anständigen Ponystall.
Michael reißt den Unterstand ab, der in den Misthaufen gebaut worden war. Hier hatte tatsächlich ein Pferd gewohnt!
Danach sieht das Ganze schon besser aus.
Nachdem wir uns dann warmgelaufen hatten, galt die Devise: nicht kleckern, klotzen!
Der Hof und die umliegenden Ausläufe mussten irgendwie in Form gebracht werden :-)
Der Aufgang zur Scheune die zur Reithalle wurde:
Irgendwo hier sollte ein Eingang in die Scheune sein ;-)
Ach, da ist er ja :-)
Nachdem alles freigeräumt war,
wurde es auch richtig hübsch :-)))
Aus der Scheune...
...wurde eine schnuckelige Reithalle!
August 2006 -Wir sind Eigentümer von Gut Steinhauen :-)
Im August, nach vielem Hoffen und Bangen wird unser Traum Wirklichkeit;
der Kaufpreis ist überwiesen und wir nennen den Hof unser eigen. Und, es gibt
viel zu tun ;-)
Blick aus dem Stall zur oberen Wiese
"Das wird mein Wohnzimmer"
Die Futterkammer
Blick von der oberen Wiese auf den Stall
Zwei, die jetzt schon müde sind :-)
Aufgang zum Eingang
Eine Box
Der untere Garten
Blick auf die Rückseite der Scheune
Der obere Garten
Schmale Stallgasse mit Blick auf das "Wohnzimmer"
Breite Stallgasse mit Futterrinne, Blick auf das "Wohnszimmer"
Breite Stallgasse mit Blick auf den Ausgang
Schmale Stallgasse mit Blick auf den Ausgang
Blick auf die obere Wiese
Das Wohnhaus und der Stall rückseitig
Blick von der unteren Straßenseite
Der Misthaufen ( da hat tatsächlich mal ein Pferd gewohnt :-(
Unser Neuanfang beginnt im März 2006, als wir Gut Steinhausen im Internet fanden. Irgendwie war es immer unser Traum uns unseren eigenen Hof zu kaufen und Tag und Nacht mit unseren Engelchen zusammen zu sein. Eigentlich wollten wir immer bis "später" warten, aber nun war unser Grundstück in Düsseldorf gekündigt und da haben wir uns gedacht: jetzt oder nie!
Gut Steinhausen wurde in der Historie im 17. Jahrhundert das erste mal erwähnt. So wie sich das Gut heute zeigt wurde es in den 20ger Jahren von dem Essener Industriellen Haniel als Reiterhof für seine Frau neu erbaut. Das Wohnhaus umfasst ca 300 qm Wohnfläche auf zwei Ebenen.
Das Anwesen umfasst 42.000 qm Wiese, einen Stall mit 11 Boxen, eine große Scheune, diverse Nebengebäude und ein geräumiges Wohnhaus.
Die Scheune
Blick auf die untere Wiese
Die Scheune ist rückseitig mit fünf Räumen unterkellert
Ein Nachbar ;-)
Unser Zufahrt :-)
Blick auf das Anwesen vom Tal aus
Wir überlegten, rechneten und sprachen wochenlang mit den Banken. So eine Entscheidung muss lange und gut überlegt werden. Dann entschlossen wir uns das Abenteuer "Wir kaufen einen Bauernhof" zu wagen, diese Entscheidung trafen wir im Juni 2006. Einen besonderen Dank schulden wir vor allem unserem Kreditberater von der Stadt-Sparkasse Düsseldorf, Herrn Ernst, der uns auf diesem Weg ein kompetenter Berater und vertrauensvoller Begleiter war!